Ihre OGKA will Ihnen einige Informationen bieten, die sich während der Ordination nicht vollständig mitteilen lassen.
Vielleicht haben Sie noch nie über Akupunktur gehört, dann können Ihnen diese Zeilen in Kürze das Wichtigste über diese uralte, medizinische Technik vermitteln. |
Eine Weiterentwicklung der klassischen Akupunktur stellt die sogenannte Kontrollierte Akupunktur dar, die anschließend vorgestellt wird. |
Nicht in China sondern in Frankreich ist die Ohrakupunktur entstanden, die Ihnen als 3. erläutert wird. Abschließend informiert Sie diese kleine Abhandlung über die Aurikulomedizin nach Nogier und Bahr... |
..., wodurch sich diese neue Methode auszeichnet und warum man mit ihr eine höhere Erfolgsquote erzielen kann, als mit der herkömmlichen, klassischen Akupunktur: Einsatzgebiet |
| Was ist Klassische Akupunktur? |
Die Reizung von Akupunkturpunkten ist die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Bereits vor 3000 Jahren wurden in China auf diese Art Erkrankungen wirkungsvoll und ohne Nebenwirkungen behandelt. Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut werden die Selbstheilungskräfte des Organismus angeregt und gestörte Funktionen wieder normalisiert. Die Wirkungsweise der Akupunktur ist heute wissenschaftlich gut untersucht und steht außer Zweifel.
Für viele Erkrankungen kann die Akupunktur bereits als Mittel erster Wahl gelten. Die gute wissenschaftliche Absicherung hat auch zur öffentlichen Anerkennung der Akupunktur durch die österreichische Bundesregierung 1986 und durch die Weltgesundheitsbehörde WHO geführt. Seither werden Ärzte bundesweit nach einem einheitlichen Schema zu Akupunkteuren ausgebildet. Nach Abschluß dieser Ausbildung nehmen die Akupunkturgesellschaften, wie auch die OGKA, der Dr. Dorfer vorsteht, die Diplomprüfung ab.
Es ist aus zwei Gründen für Patienten wichtig, sich nur bei Kollegen akupunktieren zu lassen, die diese Prüfung abgelegt haben: Erstens ist dadurch eine entsprechende Qualität der Therapie gewährleistet, zweitens erstatten die Krankenkassen nur dann einen Kostenanteil zurück, wenn der behandelnde Arzt über ein Diplom verfügt. Auskünfte über Ärzte mit Diplom erteilt unsere Akupunkturgesellschaft unter der Tel.Nr.: 0316-374050 oder die Steirische Ärztekammer unter 0316-8044. Über die "Ärzteliste" auf der Startseite dieser Homepage können Sie Akupunkturärzte in Ihrer Nähe finden! Aber nun zurück zum Thema: Die Akupunkturpunkte liegen auf Leitlinien, die man "Meridiane" nennt. In ihnen fließt nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie mit ihren Anteilen Yin und Yang. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig - jedoch als Gegenpole - wirksam.
Ihr Gleichgewicht stellt den idealen Gesundheitszustand dar, ein Ungleichgewicht führt auf Dauer zu Krankheit. Die Meridiane überziehen netzförmig den gesamten Körper. Über ihre langen Verläufe kann auch auf weit entfernte Körperareale eingewirkt werden. Dadurch können z.B. bei Kopfschmerzen auch Punkte an den Füßen Verwendung finden. Durch dieses "energetische Netzwerk" der Meridiane ist es möglich, im Sinne einer echten Ganzheitsmethode gleichzeitig Körper, Geist und Seele zu behandeln.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Akupunkturpunkte einzuwirken. Meist sticht man Nadeln in sie ein und bezeichnet dies als Akupunktur (lateinisch acus = Nadel, punktum = Stich). Man kann sie jedoch auch durch Wärme (Moxibustion), Ultraschall, Strom (Elektroakupunktur), Laserstrahlen oder durch Fingerdruck (Akupressur) stimulieren. Bei der Körperakupunktur werden feine Stahlnadeln verwendet, die keine großen Schmerzen verursachen und nur einmal verwendet werden. Man spürt einen geringen Stichschmerz, und sobald der Akupunkturpunkt voll getroffen wurde, ein dumpf - elektrisches Gefühl. Danach tritt eine wohlige Entspannung ein.
Einige Patienten schlafen während der 20minütigen Liegedauer der Nadeln sogar ein. Für empfindliche Körperregionen und Kinder gibt es besonders feine Spezialnadeln. Bei Kleinkindern können die Punkte mit einem völlig schmerzlosen Laserstrahl behandelt werden.
Wie wirkt Akupunktur?
Tausende wissenschaftliche Untersuchungen haben die Wirksamkeit der Akupunktur mit großem Nachdruck belegt. Es konnte nachgewiesen werden, daß die Akupunktur sowohl über das Nervensystem als auch über die Hormone ihre durchblutungssteigernde, muskelentspannende und schmerzlindernde Wirkung entfaltet. Außerdem tritt eine Harmonisierung der Psyche und des unbewußten Nervensystems ein.
Diese Phänomene kommen folgendermaßen zustande: Der Stichreiz wird über das Nervensystem in das Rückenmark und ins Gehirn weitergeleitet. Dort kommt es zu einer Beeinflussung von Nerven-Schaltstellen. Dadurch wird die Schmerzweiterleitung in das Großhirn vermindert, die Muskelspannung positiv beeinflußt, die Durchblutung der verschiedenen Körperareale angeregt und vieles mehr. Zusätzlich wird der Stichreiz in einigen Fällen über das Rückenmark direkt auf innere Organe weitergeleitet, die in ihrer Funktion angeregt werden.
Im Gehirn kommt es, wie bereits erwähnt, zu einer Verschiebung bei gewissen Hormonen und nervenbeeinflussenden Substanzen wie dem Serotonin oder den Endorphinen. Durch diesen Effekt erklärt es sich, daß ein Patient nach der Akupunktur üblicherweise ruhig, entspannt und im unbewußten Nervensystem harmonisiert ist.Besonders wichtig ist die Erkenntnis der Forschung, daß die Akupunktur bei richtiger Anwendung absolut keine Nebenwirkungen mit sich bringt. Dies ist wohl der größte und entscheidendste Vorteil!
| Was ist Kontrollierte Akupunktur? |
Jeder Mensch ist anders, jede Krankheit hat ihre Besonderheiten. Daher ist unser größtes Forschungsinteresse gewesen, die Akupunktur so gut als nur möglich an die individuellen Eigenheiten eines Menschen anzupassen. Mit neuentwickelten Verfahren werden durch speziell ausgebildete Ärzte die Akupunkturpunkte am Körper exakt aufgesucht, untersucht und differenziert stimuliert. Dadurch kann eine Behandlung optimal auf die einzigartige Situation eines Menschen abgestimmt und die Wirksamkeit der Akupunktur gesteigert werden.
Dabei bedient man sich eines interessanten Phänomens: Bei jedem Reiz, der einen Menschen streßt, verändert sich sein Puls ein klein wenig. Diese winzige Pulsveränderung wird vom geschulten Arzt wahrgenommen und RAC oder (nach seinem Entdecker) Nogier-Reflex genannt. Bei den verschiedenen Testungen achtet der Untersucher ständig darauf, ob eine solche Pulsänderung auftritt oder nicht. So können für jeden Menschen die exakt richtigen Punkte gefunden werden. Auch für die Methode der „Aurikulomedizin“ (siehe weiter unten) ist dieser Nogier-Pulsreflex von grundlegender Bedeutung.
| Was ist Ohrakupunktur und Aurikulomedizin? |
Der französische Akupunkturarzt Dr. Paul Nogier erkannte in den 50er Jahren die Ohroberfläche als besondere Reflexzone, in welcher der gesamte Organismus abgebildet ist.
Am Ohr finden sich Punkte für alle Körperteile, für alle Eingeweide, ja auch für psychische Entgleisungen wie z.B. eine depressive Verstimmung. Von diesen Zonen aus, die von Dr. Nogier und Dr. Frank Bahr gefunden wurden, ist es möglich, körperliche und geistig-seelische Probleme zu behandeln. In den letzten Jahrzehnten wurden Techniken und Geräte entwickelt, die eine noch umfassendere Untersuchung des ganzen Organismus vom Ohr aus ermöglichen:
Nun können Störherde aufgedeckt, Vitamin- und Spurenelementmängel erkannt sowie toxische und allergische Belastungen festgestellt werden. Mögliche Störherde können sein: Jede Narbe, tote oder eitrige Zähne, chronisch entzündete Kieferhöhlen und Mandeln, alle Entzündungen, der Darm oder auch chronische Giftbelastungen wie z.B. Quecksilber aus den Amalgamplomben. Störherde haben oft auf dem ersten Blick nichts mit dem eigentlichen Krankheitsgeschehen zu tun.
| Der Patient bemerkt sie oft nicht und sie können meist auch nicht mit den üblichen Labor- und Röntgenuntersuchungen entdeckt werden. Und doch kosten sie dem Körper ständig Kraft und Energie wie ein Leck in einem Faß. Sie können die Selbstheilungskräfte des Organismus völlig lahmlegen, sodaß weder durch "schulmedizinische" noch durch "komplementäre" Behandlung ein Heilungsprozeß eingeleitet werden kann. |

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Somit können Erkrankungen oft nur dann wirkungsvoll und vor allem dauerhaft behandelt werden, wenn zumindest die wichtigsten Störfaktoren effektiv ausgeschaltet wurden.
Diese eben geschilderte Diagnose- und Therapiemethode wurde von ihren Entwicklern Nogier und Bahr "Aurikulomedizin" genannt (nach dem lateinischen Wort auricula = das Ohr). |
Im Detail geht der Arzt bei der Aurikulomedizinischen Behandlung folgendermaßen vor: Die Untersuchung des Patienten wird begonnen, indem der Arzt feststellt, ob ein Patient überhaupt normal untersucht und behandelt werden kann. Schwere Störherde können nämlich eine völlige Blockade der normalen Körperreaktionen verursachen, sodaß diese unbedingt zuerst erkannt und beseitigt werden müssen. Daran schließen sich Tests, die feststellen, ob ein Mensch Rechts- oder Linkshänder ist und ob die Händigkeit "stabil" ist.
Vielfach leiden Menschen an Befindlichkeitsstörungen wie: Lernschwäche, Legasthenie, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Infektanfälligkeit, Depression, suchtartiges Verhalten, Allergie und Migräne. Dabei funktioniert die normale Aufgabenteilung zwischen rechter und linker Gehirnhälfte, die sich in der Händigkeit ausdrückt, nicht. Diese Störung tritt vor allem bei umerzogenen Linkshändern, Menschen mit "andershändigen" Familienangehörigen und unter starker Streßbelastung auf.
Mit der Aurikulomedizin ist es nun erstmals möglich, nicht nur die Händigkeit und damit die Vorherrschaft einer Gehirnhälfte über die andere zu bestimmen, sondern diese auch zu fördern und damit ursächlich auf das Leiden einzuwirken. Nach diesen Voruntersuchungen beginnen die eigentlichen Störherdtests. Dabei können Herde nicht nur aufgedeckt, sondern auch auf einer 5-stufigen Skala in ihrem Schweregrad beurteilt werden. Störherde erhöhen den Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen, weshalb sich nun die Untersuchung dieser wichtigen Lebensstoffe anschließt. Darüber hinaus ist die Austestung von Medikamenten, Nahrungsmitteln und Allergenen mit den Methoden der Aurikulomedizin möglich.
Nun erst werden am Ohr die Punkte aufgesucht, mit denen die Erkrankung optimal behandelt werden kann. Während der gesamten Untersuchung wird die individuelle Situation des einzelnen Patienten berücksichtigt und getestet. Wie bereits oben erwähnt nennen wir diese Methode daher auch "Kontrollierte Akupunktur". Die Behandlung erfolgt bei der Ohrakupunktur meist mit Gold und Silbernadeln, die einen besseren Effekt als einfache Stahlnadeln bringen. Diese werden wie chirurgische Instrumente nach jeder Verwendung exakt sterilisiert. Etwa 5 bis 8 Nadeln werden nach den Untersuchungen gesetzt und ca. 20 Minuten belassen.
In gewissen Fällen werden winzige Dauernadeln verwendet, die bis zu einer Woche im Ohrpunkt verbleiben und eine besonders dauerhafte Wirkung entfalten. Der schmerzlose Laserstrahl reicht zur Behandlung kleiner Kinder voll aus, ab etwa 10 Jahren müssen aber für einen ausreichenden Effekt Nadeln gesetzt werden.
| Wann wird Akupunktur eingesetzt? |
Bei allen gestörten Funktionen des Organismus kann Akupunktur regulierend eingreifen. Bei zerstörten Strukturen (wie schweren Abnutzungen, Hirnschlag, Herzinfarkt usw.) kann sie allerdings nur lindern. Die Akupunkturbehandlung wird von der Weltgesundheitsorganisation, WHO, bei folgenden Erkrankungen empfohlen:
Schmerzen aller Art, besonders bei: Kopfschmerzen und Migräne, Schulter-Arm-Syndrom, Tennisellbogen, Kreuzschmerzen und Ischialgien, Gelenksschmerzen und Arthritis , Erkältungskrankheiten und Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitis und Asthma bronchiale, Trigeminus-Neuralgie, Gesichtslähmung und Meniere-Krankheit, Verstopfung, Durchfall, Koliken, Gastritis, Allergien, Gewichtsreduktion und Raucherentwöhnung, Hormonstörungen, Regelbeschwerden, Schlafstörungen, Durchblutungsstörungen, allgemeine Krankheitsanfälligkeit, Müdigkeit, Energielosigkeit, Vegetative Dystonie, Nervosität, Unruhe, "schwache Nerven", depressiveVerstimmung
Wie sind die Erfolgsaussichten der Akupunkturbehandlung? Bei den oben erwähnten Erkrankungen sind die Erfolgsaussichten als gut bis sehr gut einzustufen. Bis zu 90 % der Patienten erfahren eine Linderung ihrer Beschwerden. Das individuelle Ansprechen auf die Behandlung läßt sich allerdings nur schwer vorhersagen.
Durch die Kombination der Klassischen Akupunktur mit der effektiven Störherdausschaltung der Aurikulomedizin können aber beste Ergebnisse erreicht werden. Oft tritt bereits nach der ersten Behandlung eine deutliche Besserung ein, die sich dann von Mal zu Mal stabilisiert.
Wie hoch sind die Kosten einer Akupunkturbehandlung? Je nach Schwierigkeit der Erkrankung ist der Arzt bei exakter Anwendung unserer Methode bis zu einer Stunde mit einem Patienten beschäftigt, in einfacheren Fällen kann die Behandlung in einer Viertelstunde absolviert werden. Daher variieren auch die Kosten sehr stark. Je nach Aufwand verrechnet der Akupunkturarzt daher für eine Akupunkturbehandlung von 32 bis 114 Euro. Die Privathonorarnote können Sie bei Ihrer Krankenkassa einreichen.
Von den meisten Anstalten werden derzeit Beträge von etwa 10 Euro pro Akupunktursitzung refundiert. Gewisse Privatversicherungen übernehmen die Akupunkturkosten sogar zur Gänze. Erkundigen Sie sich bitte im eigenen Interesse bei Ihrer Krankenkassa und Ihrem Versicherungsvertreter. Die Regelungen wechseln leider so rasch, daß auch wir nicht immer über alle Details der einzelnen Kassenbestimmungen Bescheid wissen können.
Wir hoffen, daß diese kleine Informationsschrift Ihr Interesse an der Akupunktur und der Aurikulomedizin geweckt und Ihnen einen kleinen Einblick in diese faszinierenden Methoden ermöglicht hat. Sollten Sie noch Fragen haben, stehen ich Ihnen mit meinem Team sehr gerne für weitere Informationen zur Verfügung.
Ihre OGKA Präsident: Dr. Leopold Dorfer
Für weitere Informationen, bitte Kontakt aufnehmen, oder gleich eine email senden !
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