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22.07.2010 : Akupunktur bei Herzinsuffizienz
 
11.05.2010 : Akupunktur vs. Placebo bei chronischen Schmerzen
 
11.05.2010 : Akupunktur bei Prostatitis
 
11.05.2010 : Schmerzlindernde Wirkung von Akupunktur mittels PET bewiesen
 
09.04.2010 : Mit Akupunktur gegen Depression
 
09.04.2010 : Akupunktur gegen Hitzewallungen
 
09.04.2010 : Pflanzliche chinesische Arzneien in der Gynäkologie
 
01.04.2010 : Akupunktur gegen Migräne
 
29.03.2010 : Akupunktur und Depressionen in der Schwangerschaft
 
16.11.2009 : Studien zu Spannungskopfschmerz
 
16.11.2009 : Handakupunktur bei Babys mit Koliken
 
08.10.2009 : Restless Legs
 
22.07.2009 : Akupunktur bei Lumbago und Kopfschmerz
 
22.07.2009 : Wozu Qigong?
 
22.07.2009 : Akupunktur in der Palliativmedizin
 
03.06.2009 : Akupunktur gegen Erschöpfung bei onkologischen Patienten
 
28.05.2009 : Neue Moxa Methode wissenschaftlich untersucht
 
28.05.2009 : Akupunktur bei Kreuzschmerzen wissenschaftlich bestätigt
 
02.02.2008 : German Acupuncture Trails (GERAC) for Chronic Low Back Pain
 
02.02.2008 : Vergleich der Wirkung von Nadelakupnktur, Elektroakupunktur und Sham-Akupunktur
 
28.01.2008 : Ötzi war akupunktiert
 
28.01.2008 : Wirksamkeit der Akupunktur
 
28.01.2008 : Nutzen von Akupunktur bei Schmerz
 
28.01.2008 : Traumnoten für die Akupunktur
 
28.01.2008 : Akupunkturstudie der Innungskrankenkassen
 

Akupunktur bei Herzinsuffizienz

Einer Studie zufolge ist Akupunktur eine echte Hilfe bei Herzinsuffizienz. Die verwendeten Punkte wirken stärkend auf Sympathikus und Parasympathikus. Nach zehn Sitzungen verbesserte sich nicht nur die Herzleistung, sondern auch die allgemeine Kondition der Patienten, die sich subjektiv weniger erschöpft fühlten und sich insgesamt schneller von Belastungen erholten.

www.med.de/news


Akupunktur vs. Placebo bei chronischen Schmerzen

Eine umfassende Metaanalyse von Studien über die Wirksamkeit von Akupunktur bei Knie- Rücken- und Kopfschmerzen zwischen 2003 und 2008 führte das Department of Health Sciences in York, U.K. 2009 durch. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei die Frage, ob Scheinakupunktur genauso wirksam ist wie echte. Für die kurze Behandlungsdauer (weniger als 6 Monate) war die Akupunktur der Plazebobehandlung bei allen signifikant überlegen. Für die lange Behandlungsdauer (6-12 Monate) war sie bei Knie und Spannungskopfschmerz effektiver, bei Rückenschmerz war das Ergebnis inkonsistent.

Generell lässt sich sagen, dass Akupunktur der Placebobehandlung bei chronischen Schmerzen überlegen ist.

 

Pain Practice, Volume 10, Issue 2, 2010

 

 

 


Akupunktur bei Prostatitis

Bei chronischer Prostatitis sind die Behandlungsmöglichkeiten bzw. die Schmerzbekämfung oft unbefriedigend. Gemäß einer urologischen Studie wurden nun 97 Patienten sechs Wochen mit Akupunktur behandelt. Überprüft wurde die Wirksamkeit mittels eines Fragebogens (National Institute for Health Chronic Prostatitis Sypmtom Index= NIH-CPSI) vor und nach der Behandlung, sowie 12 und 24 Wochen später. Beobachtet wurde eine signifikanter Rückgang der Beschwerden in allen Unterkategorien (=subscores) verglichen mit dem Ausgangswert (=baseline). Man kann auf Grund dessen sagen, dass Akupunktur vermutlich eine sichere und effektive Behandlung bei der Diagnose Prostatitis darstellt.

pain medicine 2010  


Schmerzlindernde Wirkung von Akupunktur mittels PET bewiesen

Eine Sudie an der Universitiy of Michigan belegt die schmerzlindernde Wirkung traditioneller chinesischer Akupunktur. Nachgewiesen wurde mittels PET (Positronen-Emissions-Tomographie), dass Akupunktur die Bindefähigkeit von Opioid-Rezeptoren in jenen Hirnregionen verstärkt, die Schmerzsignale verarbeiten oder diese abschwächen.

Schmerzlindernde Opiate, so glauben Neurologen, wirken, indem sie Opiod-Rezeptoren im Hirn und im Rückenmark verbinden, wodurch Akupunktur genau diese Wirkung verstärken würde.

Patienten mit chronischen Kreuzproblemen wird nun erstmals vom britischen National Health Service eine Akupunkturbehandlung empfohlen, auch im Sinne der Kosteneffizienz, wenn bei schulmedizinischer Behandlung keine Besserung zu erzielen war.

 

www.gesundheitlicheaufklaerung.de


Mit Akupunktur gegen Depression

Nach der Auswertung von 20 wissenschaftlichen Studien zum Thema Depression und Akupunktur, lässt sich sagen, dass Akupunktur gegen verschiedene Formen von Depressionen wirksam ist. Bei der Behandlung von Depressionen nach einem Schlaganfall war Akupunktur den Antidepressiva sogar überlegen, Nebenwirkungen waren u.a. signifikant geringer.

Quelle: DZA 1/2010


Akupunktur gegen Hitzewallungen

In der Menopause ist Akupunktur, so eine norwegische Studie an 267 Frauen, gut dazu geeignet Hitzewallungen zu reduzieren. Diese nahmen in der Versuchsgruppe mit Selbstbehandlung plus Akupunktur gegenüber der Kontrollgruppe mit Selbstbehandlung ohne Akupunktur signifikant ab.

Auch andere somatische Kritierien sowie Schlaf konnten in der Versuchsgruppe deutlich verbessert werden.

DZA 1/2010


Pflanzliche chinesische Arzneien in der Gynäkologie

Thema Unfruchtbarkeit und Endometriose: Zwei wissenschaftliche Studien aus China kommen zu dem Schluss, dass die chinesische Phytotherapie in der Wirksamkeit mit der des synthetischen Progesterons Gestrinon vergleichbar ist, aber weniger Nebenwirkungen hat. Dem synthetischen Testosteron Danazol ist die orale Phytotherapie sogar überlegen, so die Studienautoren. Sehr gut lindern lässt sich mittels dieser Methode auch eine Dysmenorrhö.

DZA 01/2010 


Akupunktur gegen Migräne

Im Rahmen der weltweit größten Akupunktur-Studie stellten deutsche Forscher der Universität Duisburg-Essen fest, dass Akupunktur bei Migräne einer langfristig medikamentösen Behandlung um nichts nachsteht. Insgesamt wurden über 1000 Schmerz-Patienten akupunktiert, wobei ein starker Rückgang von Migräne und Spannungskopfschmerz verzeichnet wurde. Wegen der immer wieder auftretenden Nebenwirkungen fühlten sich nur 62% der medikamentös behandelten Patienten mit der Therapie zufrieden, wo hingegen 74% die Akupunktur als erfolgreich bezeichneten. 

APA/The Lancet Neurology

 


Akupunktur und Depressionen in der Schwangerschaft

Depression in der Schwangerschaft

Eine Studie der Stanford Universität zeigte, dass Akupunktur bei Depressionen in der Schwangerschaft, die ca. bei 14% aller Schwangeren auftritt,  deutlich Abhilfe schaffen kann. Untersucht wurden 150 Schwangere, alle zwischen der 12. und 30. Schwangerschaftswoche. Die Betroffenen erhielten Massagen, Scheinakupunktur und echte Akunktur. Während sich die beiden ersten Methoden bei ca. 44% aller Fälle positiv auswirkten, führte die echte Akupunktur bei zwei Drittel der Frauen zu einer signifikanten Verbesserung der Beschwerden.

APA/obstetrics and gynecology in der Österr. Ärztezeitschrift 25.März 2010


Studien zu Spannungskopfschmerz

In Deutschland wurde eine Studie mit 270 Personen durchgeführt, die unter Spannungskopfschmerzen litten - über einen Zeitraum von 8 Wochen wurden die Personen in drei Gruppen geteilt: in eine Akupunktur-, eine Shamakupunktur- und eine Kontrollgruppe ohne jegliche Behandlung. Das Ergebnis war eine Verbesserung der Kopfschmerzen um 7 Tage pro Monat bei der klassischen Akupunktur, 6,6 Tage bei der Scheinakupunktur sowie 1,5 Tage bei der Kontrollgruppe ohne Behandlung. Das knappe Ergebnis der  beiden Akupunktur-Gruppen wurde einerseits mit dem generellen Reiz der Nadelstiche als auch mit den für Akupunkturbehandlung nicht untypischen Placeboeffekten erklärt.

Eine weitere Untersuchung mit 3.000 Personen an der Charité in Berlin erbrachte sehr überzeugende Ergebnisse: Die Fragestellung war, ob sich bei der Akupunkturbehandlung in Kombination mit der Routinebehandlung messbare Vorteile zeigen würden. Die Forscher kamen zu dem Ergebins, dass sowohl die Häufigkeit als auch die Stärke des Schmerzes durch die Akupunktur deutlich gesenkt werden konnte. 

epoch-times, Nov.09


Handakupunktur bei Babys mit Koliken

Eine schwedische Studie widmete sich 6-Wochen alten Babys, die unter Koliken litten und nicht auf eine Standardbehandlung ansprachen. Dabei stellte sich heraus, dass die Intensität des Schreiens und der körperliche Ausdruck von Schmerz zurückging, wenn die Babys vorsichtig an beiden Händen an Di4 (Hegu) akupunktiert wurden.

DZA - 3/09


Restless Legs

Das Restless-Legs-Syndrom ist aus der Sicht der TCM ein "Hitze im Herzen"-Syndrom. Ursache ist ein Mangel der Basis Yin-Niere. Die Rastlosigkeit ist ein typisches Yin-Mangel-Zeichen, welches durch die Hitze verursacht wird.Typische Symptome sind ein starker, manchmal unwillkürlicher Bewegungsdrang der Extremitäten oft gemeinsam mit unangenehmen Gefühlsstörungen, vor allem im Ruhezustand, sowie periodische Bewegungen der Extremitäten im Schlaf. Generell verschlechtern sich die Symptome in der Nacht, was schwere Schlafstörungen mit sich bringen kann. Je früher am Tag die Symptome auftreten, desto schwerer ist das Krankheitsbild. Mittels Akupunktur und der Ohrakupunktur können in ca. 70% der Fälle deutliche Verbesserungen erzielt und zudem auf westliche Medikation verzichtet werden.

Schmerz & Akupunktur 3/09


Akupunktur bei Lumbago und Kopfschmerz

Überzeugende Ergebnisse lieferte der randomisierte Zweig der GERAC (german acupuncture trials) Studie bei Lumbago und Kopfschmerz-Patienten. Insgesamt wurden 192 Lumbago-Patienten sowie 86 Kopfschmerz-Patienten mittels Akupunktur behandelt; dabei berichteten 72,4% aller Teilnehmer der Lumbago-Gruppe sowie 65,1% der Kopfschmerz-Gruppe von einer sehr guten Besserung.

DZA 4/2008

 

Eine zweite, sehr große Studie zu diesem Thema wurde vom Group Health Center for Health Studies in Seattle durchgeführt. Dabei wurden 640 Patienten mit Rückenschmerzen untersucht, ein Viertel wurde konventionell behandelt, 60 % mittels Akupunktur und Schein-Akupunktur. Eine Verbesserung stellte sich bei 60% aller akupunkturbehandelten Patienten ein, jedoch nur bei 39% der konventionell Behandelten.  

 

APA/Archive for International Medicine-Juni 2009


Wozu Qigong?

Zwei Studien befassten sich mit der Wirkungsweise von Qigong - dabei stellte sich heraus, dass Qigong 30 Minuten ausgeführt, bereits genügt um die Stimmung zu heben. 15 Minuten täglich sind ausreichend, dass sich chronische Ermüdungserscheinungen deutlich reduzieren lassen. Eine positive Auswirkung gibt es auch auf Vitalität, Schlafverhalten, gesellschaftliche Aktivitäten, Gesundheit und psychisches Befinden.

 

DZA (Deutsche Zeitung für Akupunktur) Feb. 2009


Akupunktur in der Palliativmedizin

Eine Übersichtsarbeit beschäftigte sich  mit der Wirksamkeit von Akupunktur bei Palliativpatienten. Dazu wurden mehrere Studien, die zu diesem Thema bereits existierten verglichen und zusammengefasst: 10 von 11 Studien berichten von einem Erfolg bei Übelkeit und Erbrechen, in 6 von 7 wurde eine deutliche Besserung der Atemnot festgestellt, 4 von 4 Studien sprechen von einer signifikanten Schmerzlinderung; eine gelungene Behandlung der Mundtrockenheit ist in 2 von 4 Studien dokumentiert. Interessant ist, dass Akupunktur auch bei Blutungskomplikationen und Gerinnungsstörungen hilfreich ist - das heißt, dass während einer Akupunkturbehandlung diese Problematik weitaus seltener auftritt.

Insgesamt kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Akupunktur in der Palliativmedizin eine nebenwirkungsarme und kosteneffektive Behandlungsform von häufigen Beschwerden darstellt.

DZA (Dt. Zeitschrift für Aku.)1/2009

    


Akupunktur gegen Erschöpfung bei onkologischen Patienten

Erschöpfungszustände sind während und nach Chemotherapien ein weit verbreitetes Phänomen. In einer kontrollierten Studie, an der 47 Patienten teilnahmen, wurde nun die Wirkung einer stimulierenden Akupunkturbehandlung wichtiger Energiepunkte geprüft. Über sechs Wochen wurden jeweils 2 Behandlungssitzungen in den Gruppen Akupunktur, Akupressur und Sham (=Schein)-Akupunktur durchgeführt. Es zeigte sich, dass sich bei der Akupunkturgruppe die Beschwerden in 36%, in der Akupressurgruppe in 19% der Fälle signifikant verbesserten. In der Shamgruppe gab es hingegen eine positive Veränderung in nur 0,6% der Fälle.

Deutsche Zeitschrift für Akupunktur 08

 

 

 


Neue Moxa Methode wissenschaftlich untersucht

Mittels Hightech-Systemen wie Thermo-Kamera oder Laser Doppler Imaging wurde auf der Abteilung für biomedizinische Technik in Graz ein neues Akupunkturnadel-System, dem das uralte Moxaprinzip zu Grunde liegt, getestet. Die neue Methode ist eine Kombination aus Akupunktur, Phyto- und Wärmetherapie, bei der nun die Ausbreitung der erzielten Effekte wissenschaftlich untersucht wurde. Dadurch können nun die ideale Nadellänge und die Therapiedauer festgelegt werden. Führt man z.B. eine 2,5 cm lange Nadel ein, wird ein im Durchmesser 10cm großes Hautareal um etwa 4,6 Grad Celsius erwärmt. Damit ist die Durchblutungssteigerung gezielt beeinflussbar und das Verfahren standardisierbar. Ebendfalls bewiesen wurde zudem ein positiver Einfluss der innovativen Moxa-Therapie auf die Variabilität der Herzfrequenz. 

Wissenschaftsteil der Presse Sep.08

 


Akupunktur bei Kreuzschmerzen wissenschaftlich bestätigt

Dass Akupunktur den Nimbus einer Plazebo-Behandlung verloren hat, zeigte eine neue Studie im Zuge der GERAC (German Acupuncture Trials) an der Ruhr-Univerität Bochum, bei der 1.162 Kreuzschmerz-Patienten teilgenommen hatten. Die Patienten wurden in drei Gruppen eingeteilt - Akupunktur, Sham-Akupunktur (Scheinakupunktur) und Standardtherapie. Dabei stellt sich heraus, dass die echte Akunktur bei über 70% der Patieten einen positiven, schmerzlindernden Effekt erzielte. Die Standardtherapie war mit  knapp 60% Schlusslicht. Im Nachuntersuchungszeitraum konnte die erfolgreiche Akupunkturwirkung noch sechs Monate später durch einen geringeren Verbrauch an Medikamenten gemessen werden.  

Ärzte Woche

 

 


German Acupuncture Trails (GERAC) for Chronic Low Back Pain

Erschienen in : Arch Intern Med. 2007

Diese Studie untersucht 1162 Patienten im Alter zwischen 18 und 86 Jahren mit chronischen Rückenschmerzen seit durchschnittlich 8 Jahren. Die Patieten wurden 3 Therapiegruppen zugeteilt:
1) Einer Verum-Akupunkturgruppe
2) Einer Sham-Akupunkturgruppe
3) Einer Gruppe mit konvetiononeller Therapie: Medikamete, Physikalsicher Therapie und Heilgymnastik.

Die Akupunktur - sowohl in der Verum als auch in der Sham Gruppe - erfolgte 10 x mit 2 Sitzungen pro Woche. Ab einer Verbesserung zwischen 10% - 50 % folgten weitere 5 Behandlungen. Die Patienten wurden nach 6 Monaten mit Hilfe von 2 bekannter Beurteilungsmethoden nach dem Therapieerfolg befragt.

Ergebnis:
    47,6% Verbesserung in der Verum - Akupunkturgruppe
    44,2 % Verbesserung in der Sham - Akupunkturgruppe
    27,4 % Verbesserung bei konventioneller Therapie

Bemerkung:
Interessanter Weise wurde danach in der Presse fast ausschließlich über den geringen Unterschied zwischen Sham- und Verum Akupunktur brichtet ( der sicher noch genau analysiert werden muss), aber kaum über die Tatsache, dass Akupunktur fast dopplet so gut wirkt, wie konventionelle Maßnahmen.
 

 


Vergleich der Wirkung von Nadelakupnktur, Elektroakupunktur und Sham-Akupunktur

Originaltitel:
A randomized Pilot Study of Manual, Electro, and Sham Acupuncture Treatment on Experimentally Induced Thermal Pain

Erschienen in: The Journal of Pain, Vol 6, No 1, 2005

In dieser Studie wird eindeutig gezeigt ( siehe Problem GERAC-Studie), dass Verum-Akupunktur zu einer deutlichen Schmerzreduktion führt, hingegen nach Placebo/Sham - Akupunktur die Probanden keine Reduktion der Schmerzempfindung auf einen thermischen Schmerzreiz erfahren.

Wichtig für die Wirksamkeit der Verum-Akupunktur ist das Auslösen des "De-Qi" Gefühls, das von den Probanden als "Ziehen", "Kribbeln", Taubheit" oder "Schwere" beschrieben wurde. Für die Sham-Akupunkturgruppe wurden die Streitberger Placebo- Nadeln eingesetzt.

 


Ötzi war akupunktiert

 

Akupunkturzentrum Graz

Ötzi war akupunktiert


In der wissenschaftlichen Welt zählen Veröffentlichungen in renommierten Zeitschriften. Doch davon sind üblicherweise Kollegen und Kolleginnen ausgenommen, die nicht an Universitäten oder etablierten Forschungseinrichtungen tätig sind. Wenn man sich gar mit Grenzgebieten wie der Komplementären Medizin beschäftigt ist üblicherweise der Weg zu Veröffentlichungen von vorne herein versperrt.
 
Zu unserer großen Freude gelang es bereits vor einem Jahr, in einem der wichtigsten Zeitschriften der Allgemeinen Wissenschaften, in "Science", einen Bericht über unsere Forschungen zum Thema Akupunktur an Ötzi, dem Mann aus dem Eis, zu plazieren (1). Weitere Veröffentlichungen folgten (2, 3, 4). Der ganz große Durchbruch gelang aber im Frühling 1999, als uns The Lancet eine Veröffentlichung zusicherte. Nach intensiver Überarbeitung im Frühling und Sommer konnten wir uns am 18. September nicht nur über eine gelungene Veröffentlichung freuen, sondern auch darüber, daß unser Artikel auf der Frontpage von The Lancet im Internet als Hauptartikel des gesamten Hefts angeführt war (5). Somit gelang es, neben einer Veröffentlichung in der renommiertesten Zeitschrift für Allgemeine Wissenschaften, in Science, auch in der höchstangesehenen medizinischen Fachzeitschrift zu reüssieren. The Lancet gilt nämlich neben The New England Journal of Medicine als wichtigstes medizinisches Journal der Welt.

                
 
Im Lancet-Artikel werden unsere Überlegungen zum Thema Akupunktur am Mann aus dem Eis etwa in der Weise dargelegt, wie wir sie bereits im Beitrag "Ötzi wurde akupunktiert" in der Nummer 4/98 dieser Zeitschrift vorgestellt haben. Nach gründsätzlichen Überlegungen zu Tätowierungen und Mumien der Frühzeit wird berichtet, wie von uns sämtliche 15 Tätowierungestellen erfaßt, vermessen und fotografiert wurden. Die Zuordnung zu klassischen Akupunkturpunkten wird erläutert und tabellarisch festgehalten. Die Sinnhaftigkeit des "Punkteprogramms" aus der Sicht der modernen Akupunktur wird dargelegt und anschließend vermittelt, daß mit den gewählten Punkten offenbar zwei Indikationen behandelt wurden: Erstend die degenerativen Veränderungen der unteren Wirbelsäule und der großen Beingelenke und zweitens die durch Peitschenwürmer ausgelösten gastrointestinalen Beschwerden. Die für uns interessanteste Erkenntnis war, daß am Mann aus dem Eis offenbar nicht nur die einfache locus dolendi Akupunktur angewandt wurde, sondern auch eine Therapie mit Fernpunkten und zusätzlich sogar eine konstitutionelle Akupunktur unter Verwendung von Punkten des Funktionskreises Niere (Ni 7 und Bl 23). Damit erscheint es wahrscheinlich, daß bereits in dieser Frühzeit von 3200 v. Chr. in Mitteleuropa eine Akupunkturmethodik praktiziert wurde, die nicht nur symptomorientiert, sondern auch ursächlich-konstitutionell wirkte. Das würde aber wiederum voraussetzen, daß die Ursprünge der Akupunktur noch viel weiter zurückreichen, denn das Wissem um kontititionelle Behandlungen erfordert zwangläufig eine jahrhundertelange Entwicklung und Erfahrung. Oder war der Therapeut des Mannes aus dem Eis einfach medial begabt und hat intuitiv die richtigen Punkte ausgespürt und mit Tätowierungen behandelt. Wer weiß?
 
Vieles bleibt offen und wie immer, wenn man sich intensiv mit einer Frage beschäftigt, tauchen immer neue Fragen auf. Aber genau das macht die Faszination des Mannes aus dem Eis aus - Er hat uns tiefe Einblicke in seine Zeit gewährt und ein wenig den Schleier der Vorzeit gelüftet. Aber gerade in dem Moment, wo man zu erkennen meint, entzieht er sich wieder im Dunst der lange vergangenen Jahrhunderte und läßt neue Fragen, Vermutungen, Spekulationen und Wissensdurst zurück.


Wirksamkeit der Akupunktur

4000 Patienten im Südwesten machen bei Modellprojekt mit Techniker Kasse läßt Wirksamkeit der Akupunktur prüfen

HEIDELBERG (mm). Etwa 4000 Patienten mit chronischen Spannungskopfschmerzen oder Migräne haben in den vergangenen beiden Jahren in Baden-Württemberg beim bundesweiten Akupunktur-Modellprojekt der Techniker Krankenkasse mitgemacht. Bei 88 Prozent dieser Patienten haben sich nach Angaben des Berliner Universitätsklinikums Charité, das die Studie wissenschaftlich betreut, die Beschwerden und Schmerzen gebessert.
Diese Zwischenbilanz hat jetzt die TK gezogen. 15 000 Patienten hätten sich darüber hinaus auch bei Lendenwirbelsäulen- oder Gelenkschmerzen von einem qualifizierten Akupunkteur behandeln lassen. Patienten mit diesen Indikationen werden in dem Modellprojekt ebenfalls berücksichtigt. Über 1500 Ärzte beteiligen sich. Sie müssen eine 140stündige Zusatzausbildung nachweisen und sich bei der TK akkreditieren.
Dem Projekt der Krankenkasse haben sich seit Juli vergangenen Jahres auch die Bosch BKK, die DaimlerChrysler BKK und weitere Betriebskrankenkassen angeschlossen.
Mit dem Modellprojekt, das bis zum Jahr 2008 dauert, soll die Wirksamkeit der Akupunktur als Behandlungsmethode wissenschaftlich getestet werden. Bei erwiesener Wirksamkeit erhoffen sich die Kassen die Anerkennung der Akupunktur als reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.


Nutzen von Akupunktur bei Schmerz

Auch Münchner Studie belegt den Nutzen von Akupunktur bei Schmerz

Bei über 70 Prozent vermindern sich die Schmerzen - schon nach der sechsten Sitzung

MÜNCHEN (sto). Akupunktur vermindert bei über 70 Prozent der Patienten mit Kopf-, Rücken- oder Gelenkschmerzen die Beschwerden. Das zeigen erste Ergebnisse einer Beobachtungsstudie, die das Zentrum für naturheilkundliche Forschung an der TU München jetzt veröffentlicht hat.

Die Münchner Forscher begleiten das Modellvorhaben von zehn Ersatzkassen, mit dem Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Akupunktur geprüft werden soll.

Zur Erinnerung: Der Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen hatte Ende 2000 entschieden, daß Akupunktur keine Kassenleistung ist. Zugleich hatte der Ausschuß jedoch einer modellhaften Erprobung der Akupunktur bei den Indikationen chronische Kopf-, Lendenwirbelsäulen- und Osteoarthroseschmerzen zugestimmt. Drei Jahre lang können die Krankenkassen für diese Indikationen Modellvorhaben nach den §§ 63 bis 65 SGB V vornehmen, um Informationslücken zur Anwendung der Akupunktur in der ambulanten Versorgung schließen zu können.

Die jetzt vorgelegten Zwischenergebnisse, die auf der Behandlung von mehr als 45 000 Patienten beruhen, zeigen nach Angaben von Forschungsleiter Dr. Dieter Melchart bei über 50 Prozent der Patienten eine gute Wirksamkeit der Akupunktur. Bei 20 Prozent sei die Wirksamkeit sogar sehr gut gewesen. Bei den meisten Patienten sei die schmerzlindernde Wirkung bereits nach der sechsten Sitzung eingetreten, berichtete Melchart. Weitere Sitzungen hätten keine wesentlichen Verbesserungen mehr gebracht.

Das Modellvorhaben Akupunktur der Ersatzkassen umfaßt vier Teilbereiche: Außer der offenen Beobachtungsstudie, für die jetzt erste Ergebnisse vorgelegt wurden, gibt es noch zwei randomisierte Studien. In der einen erhalten die Patienten verschiedene Arten von Akupunktur, in der anderen wird die Wirksamkeit der Akupunktur bei Migräne im Vergleich zu einer medikamentösen Therapie getestet. Der vierte Teilbereich betrifft die Aufarbeitung von Studien zur Akupunktur-Forschung.


Traumnoten für die Akupunktur

Erste Trends: Traumnoten für die Akupunktur

Bundesweite Akupunkturstudie zeigt: Bei fast 90 Prozent der Schmerzpatienten stellen Forscher Linderung fest

BERLIN (rv/cl). Wenn konventionelle Schmerzbehandlung nicht mehr greift, ist die Akupunktur in 30 Prozent aller Fälle der Rettungsanker. Doch ihre dauerhafte schmerzlindernde Wirkung ist bislang nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Das wollen die GKV-Bundesverbände jetzt mit der weltweit größten Akupunkturstudie nachholen.

Bis Ende 2003 soll damit die Voraussetzung für eine Aufnahme in den Leistungskatalog geschaffen werden. Kosten: 7,5 Millionen Euro.

Die GKV folge mit der Studie einem Beschluß des Bundesausschusses Ärzte und Krankenkassen vom Oktober 2000, erklärte Studien-Hauptinitiator Professor Norbert Schmacke vom AOK Bundesverband in Berlin. "Die Kassen sind extrem daran interessiert, den Nebel über der Akupunktur zu lichten. Nicht glauben, sondern wissen, daß sie hilft", sei wichtig.

Im März 2001 lief die Studie an. Sie wird von den Biometrischen Instituten der Universitäten Bochum, Heidelberg, Mainz, und Marburg wissenschaftlich begleitet. Bislang liegen 400 000 Einzelbehandlungsdaten von 40 000 Patienten zu den vier exemplarischen chronischen Erkrankungen Gelenkverschleiß, Spannungskopfschmerz, Migräne und Kreuzschmerz vor.

Ergebnis: Bei fast 90 Prozent der Patienten stellten die Forscher eine Linderung der jeweiligen Beschwerden fest. In mehr als der Hälfte der Fälle traten die Linderungen bereits nach weniger als zwei Wochen oder vier Behandlungen auf.

"Wir wollen Klarheit in die diffuse Struktur der bisherigen Leitlinien bringen", betont Professor Dr. Michael Zenz von der federführende Ruhr-Universität Bochum. Keine nichtmedikamentöse Methode habe eine so universelle Verbreitung in der Schmerztherapie wie die Akupunktur; keine andere sei auf diesem Gebiet aber auch so wenig wissenschaftlich untermauert.

Gegenwärtig behandeln bundesweit 40 000 Ärzte mit Akupunktur. Lediglich 15 000 verfügen über eine zertifizierte Grundausbildung. Bisher sind 7309 Prüfärzte für die Studie ackreditiert.


Akupunkturstudie der Innungskrankenkassen

Akupunkturstudie der Innungskrankenkassen

Studie belegt Erfolge von Akupunktur bei chronischen Erkrankungen. Bei 85 Prozent der Akupunktur-Patienten werden die Beschwerden gelindert.

Fast 85 Prozent der Akupunkturpatienten geben an, dass sich ihre Beschwerden nach der Therapie verbessert haben. Fast alle von ihnen litten unter chronischen Erkrankungen, am häufigsten unter Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Atemwegserkrankungen. Im Durchschnitt waren die Patienten bereits sieben Jahre krank, als sie mit der Akupunkturbehandlung begannen. Dies ergab die Auswertung einer Langzeit-Studie der Universität Freiburg bei mehr als 1.000 Patienten. Grundlage der Studie sind 11.149 Akupunktursitzungen. Angewandt wird Akupunktur zu mehr als 85 Prozent bei chronischen Erkrankungen.

Aber es sind nicht nur die Beschwerden, die durch die Akupunkturbehandlung gebessert werden. Eine Befragung zur Lebensqualität im Anschluss an die Therapie ergab, dass die Patienten sich deutlich besser als voher fühlten. Sie waren in besserer psychischer Verfassung und vitaler als vorher, hatten mehr soziale Kontakte und fühlten sich insgesamt gesünder.
80,7 % waren chronisch krank, 17,5 % wurden wegen akuter Beschwerden behandelt. 54 % waren mittel krank, 41 % schwer erkrankt.
94 % der Patienten gaben an, daß es keine unerwünschten Nebenwirkungen gab.Während der Akupunkturbehandlung gab es bei 92 % der Patienten keine weiteren Erkrankungen.

Die häufigsten Krankenheiten, die mit Akupunktur behandelt werden: 

  • 41 % Rückenschmerzen 
  • 10 % Kopfschmerzen 
  • 14 % Atemwegserkrankungen (z.B. Husten) 

Veränderung seit der letzten Sitzung:

  • 77 % Besserung 
  • 19 % keine Veränderung 
  • 2 % Verschlechterung   

Hat die Akupunktur andere Bereiche ihrer Gesundheit positiv beeinflußt ? 

  • 19 % ja 
  • 34 % nein 
  • 47 % weiß nicht 

82 % der Befragten waren sehr zufrieden, 17 % weitgehend zufrieden mit der Betreung durch den behandelnden Akupunkturarzt.

Die Schmerzreduktion betrug 11,6 %, die Vitalität steigerte sich um 9,6 %. Die Patienten fühlten sich deutlich gesünder.

Auftraggeber sind:

  • Die Innungskrankenkassen
  • Betriebskrankenkasse der Post
  • Betriebskrankenkasse des Bundesverkehrsministerium
  • Deutsche Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin e.V.

Die Studie wurde von der Universität Freiburg durchgeführt.